In der Biologie gibt es den plötzlichen Zelltod (Apoptose). Modellflieger kennen ein ähnliches Phänomen von mir Lipoptose genannt.
So geschah es am vergangenen Wochenende mit meinem altbewährten XCELL 3s3900 Lipo Akku, der im Storm3 zum Einsatz kommt.
Mittlerweile schon fast 6 Jahre alt und viel durchgemacht wurde er auch am vergangenen Wochenende geladen um wieder einmal genutzt zu werden. Zuerst hab ich natürlich meinen neuen SLS Lipo eingesetzt sodass der XCELL erst beim zweiten Flug nach etwa einer Stunde eingebaut wurde.
Dann Motor an - aber was ist das? Maximaldrehzahl hört sich anders an. OK die Kälte (-3°C) mag der Akku nicht und protestiert mit einem vorübergehend höheren Innenwiderstand.
Da der Schub zum fliegen ausreichend war, hab ich den Storm rausgeworfen und er stieg auch im wesentlich flacheren Winkel gen Himmel. Dann nach ca. 15 Sekunden stellt der Regler plötzlich ab. Nächster Versuch nach etwa 30 Sekunden Gleitflug und wieder Absteller nach etwa 15 Sekunden. Also "Safety First" und landen.
Insgesamt 4 Referenzschlepps mit Thomas' Wilga und meiner Alpina entschädigten anschließend mehr als voll für den abgebrochenen Flug.
Daheim zeigte sich dann das Problem. Die Zellenspannungen waren bis zu 350mV auseinander. Schnell den Akku wieder laden und nochmal probehalber mit 4A entladen. Nach nur 2 Minuten wieder 300mV Abweichung einer Zelle und ein etwa 6 fach höherer Innenwiderstand verglichen mit den anderen Zellen.
Das ist also das stille Ende meines heißgeliebten XCELL Lipos, der mit seinen Maßen wirklich einzigartig ist. Neue Zellen sind irgendwie unförmigen. Entweder dicker oder flacher und höher.
Egal - Der SLS Lipo passt in den Storm3 und wird nun noch ein Brüderchen bekommen.
Der XCELL Lipo wird vermutlich im Rahmen einer Gefahrendemonstration (Nagel durch den vollen Akku und abwarten) im Kreise meiner Feuerwehrkamerraden eine unsanfte letzte Ruhe finden.
