Am vergangen Samstag war es endlich soweit. nach knapp 20 monatiger Bauzeit stand endlich der Erstflug meiner Ventus 2c (Maßstab 1:3,5  5,14m) an.
Zugegeben - andere bauen das Modell in 3 Monaten. Aber aus Platz-, Zeit- und manchmal auch Lustgründen hat es nunmal 20 Monate gedauert bis das Modell seinem Element übergeben werden konnte.

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Die letzten Aufkleber brachte der Postbote am Mittag, und gegen 15:00 Uhr war es dann endlich soweit. Auf dem heimischen Flugplatz in Aichelberg war eine Schleppmaschine zur Verfügung, die meinen 7.8 kg Brocken bewältigen konnte. Nach dem obligatorischen Fototermin stand nun der Erstflug auf dem Programm. Da ich erst 2 mal zuvor geschleppt worden bin also eine Art Premiere in doppelter Hinsicht.

Die Schleppmaschine zog an und der Ventus taumelte unwillig hinterher. So stark dass ich die Notbremse zog und ausklinkte. Der Zweite Versuch war ebenfalls erfolglos. Dann aber, nach dem dritten Anlauf erhob sich die Maschine mäjestätisch in die Lüfte. in etwa 100m dann eine kurze Schrecksekunde. Da die Maschine recht schwanzlastig war kippte sie kurzerhand über eine Fläche ab und ich musste erneut ausklinken. Nach einer sicheren Landung nun auf zum vierten Versuch. Diesmal klappte alles perfekt sodass ich in 400m Höhe ausklinkte.

Ein völlig neues Fluggefühl. Nachdem ich die Trimmung richtig eingestellt hatte (fast voll auf Tiefe - also Blei rein) konnte ich erste Bärte auskreisen und die Flugeigenschaften studieren. Als alter Flamingo und Alpinaflieger ein völlig anderes Fliegen. Da Teil geht schnurgerade und braucht doch etwas Zeit, bis es in die Kurve einlenkt. Aber das Flugbild - einmalig.

Nach ca. 20 Minuten dann die Landung. Da ich vorher noch kein Einziehfahrwerk hatte, wäre ich beinahe mit eingezogenem Fahrwerk gelandet. Im Endanflug hab ich das Fahrwerk dann doch noch ausgefahren und die Maschine butterweich auf die Piste gesetzt. Hier zahlt sich das gefederte Fahrwerk voll aus.

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Dann noch die Nachbereitung des Fluges. Mit dem Palm wurde das After Flight Protokoll meiner beiden DDS-10 Empfänger ausgelesen, um die Empfangsqualität zu überprüfen. Alles war im grünen Bereich.

Und da war er dann, dieser völlig entspannte, glücklich dreinschauende Blick des Piloten. Nach einem weiteren, erfolgreichen Flug wurde dann zum gemütliche Teil übergegangen.

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An dieser Stelle möchte ich noch allen danken, die mir bei der Lösung diverser Bauprobleme behilflich waren und die meine Verzögerungstaktik bezüglich des Erstfluges stoisch über sich ergehen lassen haben.
Besonderen Dank auch noch an Sammy für die tatkräftige Unterstützung beim Bauen.

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