Die Gaugentruppe vor dem gigantischen L-Spatz von ArminKaum angekommen - schon wieder daheim.
Wie schnell doch die Zeit vergeht, besonders im Urlaub.
Nachdem nun alle Modelle wieder in der Werkstatt verstaut sind und mittlerweile das heimische Wohnzimmer, sozusagen als Wiedereingliederungsmaßnahme, im neuen Glanz erstrahlt, wird es höchste Zeit für einen kurzen Rückblick auf die jährliche Tradition, eine Woche Alpinflugurlaub am Gaugen im Drautal zu verbringen.
Kurzum - es war so mittel.

 

Die Anreise gestaltete sich einigermaßen unproblematisch über die neue Route am Felbertauern, die jedes Jahr aufs neue sehenswert ist. Das Wetter war bis zu dem Zeitpunkt brauchbar wenngleich keine glaubhaften Berichte über Hammerthermik abgegeben wurden von unserem Vorauskommando.

Der Samstag dann startete furios. Max hatte all seinen Mut zusammengenommen und seine D2c herausgeflitscht. Das Glück war ihm hold und er fand sofort Thermikanschluss sodass es das Modell auf über 300m spülte. Soweit - so gut. Probleme gab es dann aber beim Abbau dieser Höhe, dem eigentlichen Highlight beim Alpinsegeln. Der D2c gilt nun nicht gerade als Speedmodell weshalb er diesbezüglich vorsichtig behandelt werden sollte. Irgendwie hat es daran etwas gehapert und blöderweise stellte sich auch noch ein Thermikbart in den Weg. Das war einer Tragfläche wohl zu viel, sodass sie beleidigt eingeklappt ist. In einer Art Gruppendynamik tat es die andere Fläche genauso was den Rumpf kurze Zeit später dazu bewegte, voll im Hang einzuschlagen. Der Rest waren Trümmer, eine geköpfte Pilotenpuppe und ein entsprechend geknickter Pilot. Ein dezent an der Einschlagstelle platzierter Mini-Grabstein erinnert andere Gaugenbesucher nun an diesen Vorfall und soll zur Vorsicht ermahnen. Nichtsdestrotrotz hatte Max mit meinem SharonPro viele Flugstunden und auch die Alpina konnte er einmal pilotieren.

Auch Uli konnte sich nicht über mangelnden Adrenalinpegel beschweren, musste er doch seinen D2c aus einer brenzligen Absaufsituation im weit 3-stelligen, negativen Höhenmeterbereich hochkurbeln. Dank der kompetenten Tips unseres Schweizer Kumpels und Gaugen Urgestein Gerd (auf mich hört er eh nicht) war dies jedoch nach einigen Minuten geschafft - Chapeau.
Nicht nur dieses Erlebnis bestärkt uns in der Absicht, am Gaugen nur noch elektrifizierte Segler einzusetzen. Wir sind im Berufsleben genug Stress ausgesetzt - am Gaugen brauchen wir das nicht auch noch. Und die Puristen können uns mal herzlichLachend.

Der Rest der Woche ist schnell erzählt. Es gab sonnige Abschitte aber auch viele Regenschauer und Gewitter, die eine Hammerthermik verhinderten. Man konnte aber viel und lange auf Augenhöhe fliegen, was speziell bei neuen, noch nicht so toll eingestellten Modellen ein echter Gewinn war, hatte man so die Gelegenheit mit seinem Modell vertrauter zu werden. Der Donnerstag viel komplett ins Wasser, wir haben uns das aber mit einer großen Pfanne Kaiserschmarrn versüßen lassen.

Toll und wirklich zu erwähnen ist, das nach Jahren der Abstinenz unser Gründungsmitglied Erwin wieder mit uns an den Gaugen gefahren ist. Neben einer Bilderbuch-Baumlandung ohne Schaden konnte auch er viele Flüge mit seinen Modellen absolvieren, wenngleich er viel besser flog, wenn sein Nachwuchs nicht in Rufweite war zum meckern.

Es war wieder eine Tolle Woche (für Gugu und Micha sogar zwei) mit vielen schönen Flügen aber auch jeder Menge Spaß. Es wäre toll nächstes Jahr wieder alle Kumpels und vielleicht noch ein paar mehr wieder am Gaugen treffen zu können.

Bleibt gesund bis dahin.