Es war ein langer Winter und ich habe das Gefühl, er gibt immer noch nicht ganz auf.

Trotzdem konnte ich den Ventus am vergangenen Wochenende das erste Mal in die Luft bringen.

Ansich war der Erstflug hinter dem Schlepper geplant, weil auch Thomas seinen Stingray Swift Hybriden namens "Swingray" erstfliegen wollte. Doch unsere derzeit etwas löchrigen Platzverhältnisse haben dem Schlepper so zugesetzt, dass dieser für den zweiten Schlepp nicht mehr zur Verfügung stand.

Aber wozu hab ich den Ventus 3.0 gabaut ? - zum problemlosen Bodenstart. Also schnell das WEMO-Fahrwerk in die Startstellung gebracht und schon konnte es losgehen. Der Ventus hat problemlos abgehoben und dann doch etwas gierig nach Höhe verlangt. Dies bedarf vermutlich noch einer Anpassung des Motorsturzes.

Auf 300m wurde der Motor dann abgestellt und gesegelt. Es war nicht eine Trimmrastung zur Einstellung nötig und der Schwerpunkt stimmte auch exakt ohne Bleizugabe. Dann noch ein schöner Bart, der den Ventus auf 600m brachte. Das war die Gelegenheit, um die Festigkeit zu testen. Eigentlich unnötig, denn der Ventus in dieser Ausführung ist in der Luft nicht kaputt zu kriegen. Angenehm ist das so gut wie nicht vorhandene Geräusch im Schnellflug. Dank des teuren Spaltbandes hörte man nur ein sehr dezentes Zischen, was vermutlich der Tatsache geschuldet ist, dass das Seitenleitwerk mangels genügend Spaltband nicht abgeklebt werden konnte.

Nach insgesamt 4 Steigflügen auf 300m stand dann die Landiung an. Zuvor wurde noch die Störklappenfunktion und die Tiefenruder-Beimischung zum Butterfly getestet. Speziell das Butterfly wirkt mit den Störklappen wie eine Handbremse in der Luft. Vielleicht etwas zu viel, denn die Landung war Mist. Das Modell ist hart auf der Piste aufgekommen, weil ich es mit dem Butterfly übertrieben habe und ein Abriss in ca. 2m Höhe die Folge war. Aber dank der sehr soliden Bauweise ist, abgesehen von abgerissenen Klappenscharnieren, nichts passiert.

Diese sind aber mittlerweile wieder repariert und weiteren Flügen steht ansich nichts im Weg - wenn da nicht das absolut un-frühlingshafte Wetter wäre.

Die Einzelgewichte lauten wie folgt:

  • Rumpf kpl.:5613g
  • Höhenleitwerk: 155g
  • Verbinder 284g
  • Winglet links: 88g
  • Winglet rechts: 86g
  • Fläche links: 1571g
  • Fläche rechts: 1570g

Das ergibt ein Gesamtgewicht von 9367g und ist damit um einiges leichter als die ASH 26 trotz wesentlich stabilerer Bauweise mit Kevlar-Rumpf und vollständiger CfK-Verstärkung.

Hier noch Eindrücke vom finalen Bauabschnitt und dem fertigen Modell.

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